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Die Gruppe Konverter veranstaltet jedes Jahr eine Themenwoche um Ostern. Heuer gings um die kubanische Revolution, die sechzig Jahre her ist. Ich habe einen Filmabend organisiert. Thema: Kuba und das Kino, das Kino und Paradiesvorstellungen. Die Filme sollten zeigen, wie Kuba von aussen dargestellt wird, wie es sich selbst darstellt – und wie Paradiesdarstellungen im Kino stets auch politisch sind, nicht nur im Bezug auf Kuba.

 


Cuba
Von Richard Lester
USA 1979; 117 min.

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Sean Connery spielt einen britischen Major im Ruhestand, der 1958 von der Regierung Batista beauftragt wird, gegen die Aufständischen um Castro zu kämpfen. Aber nicht einmal James Bond kann die Revolution aufhalten.

Cuba ist ein Spionagethriller des britischen US-amerikanischen Regisseurs Richard Lester. Der wurde einst bekannt für seine Beatles-Streifen (A Hard Day’s Night, Help!), drehte aber auch Abenteuer- und Actionfilme wie Robin and Marian (ebenfalls mit Sean Connery!), drei Msuketeers-Filme und Superman II sowie III.

Lester hat einen schnellen, witzigen Stil (man merkt den Einfluss der Beatles-Filme), und er hat eine einigermassen kritische Einstellung dem Batista-Regime gegenüber, dagegen romantisiert er Castro und seine Anhänger. Aber natürlich ist Cuba ein sehr hollywoodesker Film – so ist die kubanische Revolution kaum mehr als der Hintergrund für ein melodramatisches Liebesdreieck zwischen dem Major, seiner ehemaligen Flamme (Brooke Adams) und ihrem Neuen (Chris Sarandon). Wird die Frau mit dem britischen Major das Land verlassen oder bleibt sie beim leidenschaftlichen kubanischen Industriellensöhnchen? Und wen interessierts? Zum Glück hat der Film einen Haufen Explosionen.

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Wien 2019, Teil 5: Die Präsidentinnen

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Für den Samstagabend haben wir Theaterkarten gebucht: Die Präsidentinnen im Akademietheater.

Mit der U-Bahn gelangen wir zum Karlsplatz. Dieser ist weitgehend menschenleer, der kleine Teich noch ohne Wasser, aber die Karlskirche hell beleuchtet. 1739 wurde sie fertiggestellt, nachdem Kaiser Karl VI. während der letzten Wiener Pestepidemie von 1713 gelobt hatte, dem Pestheiligen Karl Borromäus eine Kirche zu bauen. Seither gabs keinen grossen Pestausbruch mehr, scheint also funktioniert zu haben. Aber was sagt das über den heiligen Karl aus, dass man ihm erst eine Kirche bauen muss, bevor er seine Aufgabe erfüllt?

Vor der Aufführung gehen wir Burritos essen ins Gorilla Kitchen. Die Nachos als Beilage sind zu viel des Guten, ich hab mich überfressen.

Beim Akademietheater handelt es sich um die kleine Spielstätte des Burgtheaters. Im Gegensatz zu jenem werden in der Akademie vor allem zeitgenössische Stücke gespielt. Zum Vergleich: Im Burgtheater läuft am selben Abend Ödön von Horváths Glaube Liebe Hoffnung (1932). Im Akademietheater eben Die Präsidentinnen (1990) von Werner Schwab. Am Zürcher Schauspielhaus ist es ja ähnlich, mit dem alten Pfauen und dem jungen Schiffbau.

Die Sessel im Akademietheater – wir sitzen auf dem Balkon – sind sehr eng, nicht gemacht für Leute meiner Körpergrösse. Am Ende tun mir die Knie und der Rücken weh, wie immer in diesen alten Theaterhäusern. (Im ebenso beengten Pfauen in Zürich wird zurzeit eine Bühnenversion von Dürrenmatts Justiz gespielt, die fünfeinhalb Stunden läuft. Gott im Himmel.)

Schwabs Stück in der Inszenierung von David Bösch hatte im Oktober 2015 Premiere; wir haben versehentlich die allerletzte Vorstellung erwischt (allfällige künftige Wiederaufnahmen nicht eingerechnet). Werner Schwab (1958–1994) ist mir ein Begriff, weil wir einst im Studierendentheater Zürich sein Stück Mesalliance aber wir ficken uns prächtig spielten. Er wird gern, auch im Begleitheft des Akademietheaters, als Punker des Theaters bezeichnet. Seine Werke sind Österreich pur: Gedärme, Katholizismus, Hitler.

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Wien 2019, Teil 4: Schönbrunn

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Samstag

Frühstücksbuffet im Wombat. Gestern Morgen sass eine Dame im mittleren Alter an der Geschirrausgabe; sie spielte über die Lautsprecher schnulzige Liebesballaden aus den 70ern und 80ern. Heute ist es eine junge Frau; sie spielt schnulzige Popsongs aus den 90ern und den Nullerjahren.

Kollege Barry trifft Buchleute; ich dagegen unternehme einen Ausflug zum Schloss Schönbrunn. Bisher kommt mir Wien ziemlich leer vor – es ist halt Februar, sag ich mir, keine touristische Hochsaison. Allerdings: Je näher ich dem Schloss Schönbrunn komme, desto mehr Leuten begegne ich. Fussgänger, Reisebusse, Privatfahrzeuge: Hier strömen die Menschen zusammen, es ist ein Volksauflauf. Auf dem Schlossplatz tummeln sich die Massen. Mir graut davor, wie es hier im Sommer aussehen mag.

Das Schloss selbst mit seinen Ausstellungen spare ich mir — ich bin nicht interessiert am Kult um Sissi. Stattdessen begebe ich mich in den Schlosspark. Auch hier sind die Hauptalleen voll von Leuten, aber sobald ich auf die Seitenwege ausweiche, hab ich meine Ruhe. Ein Schwarm von Krähen fliegt über mich hinweg; ich höre das Rauschen ihrer Flügel.

Blauer Himmel und Sonne. Es braucht nicht einmal eine Jacke. Ein herrlicher Februar. Dennoch, der Schlosspark steckt noch im Winterschlaf: Die Pflanzen sind kahl, viele der Brunnen noch gefroren. Es gibt einen Platz — das Rosarium –, der im Frühler voller blühender Rosen sein wird. Doch jetzt sind die Rosenstöcke noch alle Jutesäcke eingepackt. Hunderte von Rosenstöcken in Jutesäcken. Ich denke an den Film «Spartacus», denn es sieht aus, als hätte jemand Hunderte, Tausende von winzigen römischen Sklaven geköpft und gekreuzigt (die Jutesäcke erinnern an Tunikas).

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Wien 2019, Teil 3: Naschmarkt, Oberes Belvedere

Kollege Barry ernährt sich seit Neuem vegan, entsprechend wählen wir die Restaurants aus. So gehen wir zum Abendessen in Xu’s Cooking. Vegetarisch-vegane asiatische Küche. Auf der Karte: Rind, Poulet und Co., aber es ist alles Fleischersatz. Ich bestelle knusprige Ente. Sie schmeckt wie panierter Fleischkäse. Dazu ein Kirin-Bier, danach Bambusschnaps und warmer Sake. Wir fangen an, Ärzte-Lieder zu singen. Anscheinend geben wir zu viel Trinkgeld, denn wir bekommen mehrmals Sake nachgeschenkt. Oder die Restaurantbesitzer sind Fans von Deutschpunk. Auf dem Heimweg singen wir noch mehr Ärzte-Lieder.

 
Freitag

Nach dem Frühstücksbuffet im Wombat flanieren wir zum Belvedere. Unser Weg führt über den Naschmarkt. Ich esse ein Zelten mit Kokosfüllung, herrlich. Wir kommen an einem Imbiss vorbei, wo gerade ein Filmteam dreht. Sie filmen einen älteren Schauspieler dabei, wie er etwas bestellt. Wir erkennen ihn nicht.

Am Rande des Naschmarkts liegt das Voodies, ein vegetarischer Burgerladen. Ich nehme einen Burger mit einem Hirse-Erbsen-Patty, dazu Dutch Fries mit Satay-Sauce und eine biologische Limo. Haut mich nicht vom Hocker, aber es ist besser als bei McDonald’s.

Unterwegs trinken wir noch einen Kaffee, dann sind wir endlich am QQLCK 15mm nbr rutschfeste Yoga matten für Fitness Marke Pilates Pads Sport matten Outdoor Camping Pads Picknick matten mit Yoga Strap 185 80 cm. Ich wollte dorthin, um Gustav Klimt die Ehre zu erweisen. Das Museum ist ein barocker Prachtbau, umgeben von einer grosszügigen Gartenanlage, die freilich noch winterlich-karg daliegt. Dennoch komm ich mir ohne Rüschen und wallende Gewänder underdressed vor. Es gibt auch ein Unteres Belvedere, das wir aus Zeitgründen auslassen.
Hauptstück der Sammlung ist Klimts QQW Gepolsterte übungs-Yoga-Matte mit Tragegriffen - Hochdichte, Dicke NBR-Matten for Gymnastik Pilates Exercise Fitness (Farbe Orange). Hier konzentriert sich dann auch der Besucheransturm. Das ca. zweimalzwei Meter grosse Gemälde hängt an einem grossen Block, der ein wenig in den Raum hineinragt. Die Leute sind still, aber sie zücken alle das Handy und den Selfiestick. Einzelne fragen gar Fremde danach, sie vor dem Bild zu fotografieren. Es gibt Pärchen, die versuchen, die Pose des gemalten Paares nachzustellen – sieht sehr unbequem aus.
Es erinnert mich an das Amsterdamer Rijksmuseum, wo sich die Aufmerksamkeit ganz ähnlich auf Rembrandts QRFDIAN Anti-Dekubitus mit Lochwellen-Matratze System mit geruschloser Pumpe Anti-Dekubitus-Matratze Aufblasbarer medizinischer alter Mann mit Hmorrhoidenkissen Luftbett Pflege gelhmte PVC-Ma bündelt.

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Wien 2019, Teil 2: MuseumsQuartier

Nach dem Mittagessen verschwindet Barry zu seinem Verlag (bahoe books), ich dagegen geh ins Leopold Museum. Im Erdgeschoss die Ausstellung Klimt – Moser – Gerstl. Da haben wir den unvermeidlichen Gustav Klimt sowie Koloman Moser und Richard Gerstl. Klimt kennt man; Moser war Teil von dessen Wiener Jugendstil, Gerstl dagegen wandte sich explizit gegen Klimt und Co. (War aber dennoch wie die anderen beiden in der Wiener Secession.)
Moser war nicht nur von Klimt, sondern auch vom Schweizer Ferdinand Hodler beeinflusst. Das sieht man seinen Bildern an. Liebespaar gefiel mir.
Gerstls Bilder bedienen in ihrer Hässlichkeit und Amateurhaftigkeit eine Punk-Attitüde, bevor es Punk gab. Darunter einige Gemälde, an deren Rändern man noch die Leinwand sieht, die quasi gar nicht fertig sind.

Das Unfertige, Grobschlächtige von Gerstls Werk hat ein unerwartetes Echo im untersten Kellergeschoss, in der Ausstellung Wege ins Freie. Österreichische Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts. Zum Grossteil nicht besonders interessant für mich, aber unter den Gemälden befanden sich auch einige Studien – also Entwürfe für Komposition oder Farbgebung. Auch hier: Teils sieht man an den Rändern die Leinwand.
Die Farbstudien erinnern mich darüber hinaus an die Avantgarde der Moderne, an die Impressionisten und Expressionisten. Bös gesagt: Die Modernen haben einfach ihre Bilder nicht fertiggemalt – ich wundere mich darüber, dass Maler jahrhundertelang Studien gemalt und nie gemerkt haben, dass die einen eigenen Wert haben.

Eigentlich aber bin ich ins Leopold Museum, um mir Egon Schieles Werke anzusehen – es ist sein Stamm-Museum, kein anderes hat so viel von ihm. Zu verdanken ist das dem Augenarzt Rudolf Leopold, dessen Kunstsammlung Grundstock des Museums ist. Im Übrigen finde ich es sehr sinnig, dass sich ein Augenarzt für Gemälde einsetzt.
Wie dem auch sei, Schiele starb im Oktober 1918, und deswegen macht das Museum eine „Jubiläumsschau“ zu seinem hundertsten Todestag: Reloaded. (Wer ist sich eigentlich noch bewusst, dass das Wort „reloaded“ durch den zweiten Matrix-Film populär wurde?)

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Wien 2019, Teil 1: Meeting SpongeBob

Vergangenen Februar zog es Kollege Barry nach Wien, wieder einmal. Als offizieller Vertreter des a-propos-Verlags fiel ihm die Aufgabe zu, einen befreundeten Verlag und einen ebenso befreundeten Buchladen dort im fernen Osten zu besuchen, um Bücher vorbeizubringen/mitzunehmen, sich über Professionalitäten/Tratsch auszutauschen etc. Weil ich nichts Besseres zu tun hatte, ging ich mit. So kam eine Art Spar-Version des grossen Wien-Ausflugs von 2017 zustande. Davon zeugt dieser Bericht in fünf Teilen.

 
Donnerstag (Valentinstag)

Barry ist vorausgegangen und hat bereits den Mittwoch in Wien vebracht, ich komme am Donnerstag nach, per Flugzeug. Am Flughafen Wien eine elektronische Anzeigetafel mit Schlagzeilen. Unter anderem: „Strache will islamischem Antisemitismus den Kampf ansagen.“ Anders gesagt: „Katze will sich gegen Mäusegift einsetzen.“
(Leider, leider wird daraus nichts; ein paar Wochen später stolpert der Vizekanzler über die Ibiza-Affäre.)

Treffpunkt mit Barry: Das Wombat-Hostel am Westbahnhof. Es ist noch genau so charmant heruntergekommen wie letztes Mal. Wir haben zwei Schlafplätze in einem Sechser-Schlag. Mein Schliessfach kann ich nur zumachen, indem ich genau den richtigen Druck und den richtigen Winkel anwende – Präzisionsarbeit. Drei Hochbetten stehen im Raum. In meiner ersten Nacht hab ich eins der oberen Betten, wobei mein Gewicht für die wackeligen Holzkonstrukte ein ernsthaftes Problem darstellt. Für die zweite Nacht wechsle ich in eines der unteren Betten.

Während dieses Aufenthaltes bin ich schlau genug, mich trotz der niedrigen Alkoholpreise in Österreich nicht hemmungslos zu besaufen. So sind es andere Zimmerbewohner, die nachtsüber die Toilette in Beschlag nehmen, um sich auszukotzen.
Im Allgemeinen muss ich aber sagen, dass ich doch langsam zu alt für Hostels bin.

Nach dem Einchecken gehen Barry und ich die Mariahilfer Strasse runter. Wir trinken einen schnellen Kaffee, genauer gesagt, zwei grosse Braune, im Café Ritter. Auf der Strasse begegnen wir SpongeBob; er macht einen zerlumpten, abgetakelten Eindruck. Dass ihn jemand erkennt, bringt ihn völlig aus der Fassung. Traurig.
Barry und ich kehren ein im Aragwi – einem georgischen Restaurant. Es hat gerade erst aufgemacht, Barry und ich sind lange die einzigen Gäste. Ich esse Lobio, ein Bohnengericht. Dazu Käse, Brot, eingemachtes Gemüse. Estragon-Limonade. Aus den Lautsprechern: Kitschige georgische Liebeslieder.
Wir müssen weiter.

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Wien 2019, Teil 1: Meeting SpongeBob
Wien 2019, Teil 2: MuseumsQuartier
Wien 2019, Teil 3: Naschmarkt, Oberes Belvedere
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Wien 2019, Teil 5: Die Präsidentinnen
Wien 2019, Anhang: Fotoshow

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Mitte der Fünfziger erhielt der französische Regisseur Henri-Georges Clouzot (Les diaboliques) die Chance, Picasso beim Malen zu filmen. Um die Entstehung eines Gemäldes möglichst direkt abzubilden, stellte er dem Künstler eine halbtransparente Leinwand hin und filmte deren Rückseite. Wenn auch seitenverkehrt, so wurde doch die Strichführung unmittelbar nachvollziehbar.
(Wobei durchaus irritiert, dass der Tuschestift, den Picasso benutzt, teilweise nur halb durch die Leinwand drückt. Etwas besser hat das funktioniert in der Kurz-Doku Visit to Picasso, in der der belgische Filmemacher Paul Haesaerts Picasso auf Glasscheiben malen liess. Das war einige Jahre vor Clouzots Film, im Jahr 1949.)

Wie dem auch sei: In Le mystère Picasso entstehen vor den Augen des Publikums nun hingeworfene, skizzenhafte Bilder, teils in Farbe, meist unterlegt von Musik, ab und zu von Dialogen zwischen Regisseur und Künstler, vereinzelt nur vom Geräusch des Stifts, der über die Leinwand fährt (zum Glück nur bei einem, dem ersten Bild, denn das Geräusch des Stiftes ist ziemlich nervtötend).
Besonders spannend wird das dort, wo der Meister bestehende Striche übermalt, wo aus einem Bild ein anderes wird. Da wird zum Beispiel aus einem Blumenstrauss ein Fisch, aus dem Fisch ein Hahn und aus dem Hahn … eine Überraschung.
Die Bilder sind ein ziemliches Gekrakel, aber ein Gekrakel, dass doch deutlich Jahrzehnte an Erfahrung demonstriert. Unfassbar, was er da aus dem Handgelenk heraus auf die Leinwand schmeisst.

Nach einigen Bildern gibts einen Bruch. Wir verlassen die Leinwand und gucken ins Studio, sehen hinter die Kulissen. Wir sehen, wie der Maler mit dem Regisseur und dem Kameramann diskutiert. Picasso hat genug von der transparenten Leinwand, er will in Öl malen. Der Film wechselt von der Liveaufzeichnung zum Jump Cut: Jedes Mal, wenn Picasso wieder etwas Fortschritt gemacht hat, macht Clouzot wieder ein Foto. Keine Tusche-Skizzen mehr, sondern Gemälde in Öl und Gouache, vereinzelt Collagen.
„Die Leute werden denken, dass du das Bild in zehn Minuten gemalt hast“, sagt Clouzot einmal.
Picasso: „Wieso, wie lang hab ich gebraucht?“
Clozot: „5 Stunden!“

Man erlebt Picasso als einen Berserker des Überarbeitens, Verwerfens und Neumachens. Bei einem Strandbild will das Überarbeiten kein Ende mehr nehmen. „Es läuft sehr, sehr, sehr schlecht“, sagt er. Schliesslich verwirft er das Bild und fängt auf einer neuen Leinwand nochmal von vorn an.
(Man erinnert sich an den Bericht A Giacometti Portrait von James Lord – Alberto Giacometti setzte auch wieder und wieder neu an und wollte kaum fertig werden mit dem Porträt des Amerikaners. Stanley Tucci machte daraus den Film Final Portrait).
Diese Entstehungsprozess zu verfolgen, die beinahe unaufhörliche Mutation eines Bildes, ist das Spezifische an Le mystère Picasso. Die Bilder, die im Rahmen der Dreharbeiten entstanden, sollen übrigens zum grössten Teil vernichtet worden sein – das Eigentliche an diesen Kunstwerken ist die Aufzeichnung ihres Entstehens.

Le mystère Picasso ist also ein einzigartiger Einblick in die Arbeitsweise eines Künstlers – dokumentiert nebenher aber auch den Personenkult um Picasso. Der Film ist die haltlose Zelebrierung eines Genies. Einer Einführung mit pathetischen Worten folgt der Vorspann mit einer pompösen Fanfare; ähnlich pompös ist die Musik auch später öfters. Immer wieder wird einem gesagt, wie gefährlich das, was Picasso mache, sei – was schon etwas albern ist. Immerhin relativiert das der Blick ins Studio: Picasso erscheint da einfach als stämmiger, haariger Affe, der nichts als kurze Hosen und Sandalen trägt.

Le mystère Picasso
Frankreich 1956, 78 min.
Regie: Henri-Georges Clouzot
Mit Pablo Picasso

Kunst Museum Winterthur: Die Zärtlichkeit des Gilbs

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Diese Woche war ich im Kunst Museum Winterthur (offizielle Schreibweise). Zu den Ausstellungen sage ich weiter unten ein paar Worte, aber zuerst will ich über etwas sprechen, das mich mehr faszinierte als alle Gemälde: die Wände des Kunstmuseums.
Genauer gesagt, die Wände des Standorts Beim Stadthaus – seit vergangenem Jahr hat das Museum ja zwei weitere Standorte: die Villa Flora sowie das ehemalige Museum Oskar Reinhart, jetzt Reinhart am Stadtgarten.

Der Standort Beim Stadthaus ist das ursprüngliche Museumsgebäude, es wurde 1916 eröffnet. Es gibt auch einen Erweiterungsbau von 1995, mir gehts aber um die Wände im alten Teil. Diese sind mit einer Leinen-Tapete bezogen, an die die Bilder und die Erklärungstäfelchen befestigt sind. Im Grunde ein cleveres System. Nur, dass die Tapete nach hundert Jahren (ich nehme an, dass sie noch aus der Anfangszeit stammt) völlig vergilbt ist, ja teils sogar verschimmelt, so wie es aussieht.
Die Tapete, die einst weiss gewesen sein mag, ist weitgehend von einem gelblich-gräulichen Beige. An vielen Stellen weist sie dunkle, rötlich bis graue Flecken auf, die sich mitunter zu ganzen Mustern verbinden. Vereinzelt kann man die Spuren von Erklärungstäfelchen entdecken, die entfernt wurden. Man stelle sich das vor: Da hängen Gemälde von Van Gogh, Picasso oder Paul Klee an vergammelten Wänden.

Der Ekel hält aber nur kurz an, denn schnell fällt mir die ästhetische Qualität dieser Vergilbung auf. Gerade die Flecken bilden stellenweise filigrane. Bei einigen Verfärbungen muss man genau hinsehen, um sie wahrzunehmen. Ein zartes Memento mori.
Kommt hinzu, dass die Sinnlichkeit dieser Vergilbung über das bloss Visuelle hinausgeht, denn die Tapete verbreitet einen deutlich wahrnehmbaren Geruch. Dieser hat etwas Stickiges und Modriges – was wohl auch damit zusammenhängt, dass die meisten Räume fensterlos sind. Aber der Geruch hat auch etwas Gemütliches, Vertrautes. Als würde man einen geliebten alten Onkel in seiner Stube besuchen, die seit vierzig Jahren genau gleich eingerichtet ist.
Ich kann mir vorstellen, dass diese Tapete in nicht allzu ferner Zukunft entfernt oder zumindest gereinigt wird, denn für ein Kunstmuseum ist ein derartiger Zustand doch ein wenig peinlich. Aber damit ginge auch etwas Schönes verloren – in meinem Leben war ich in einigen alten, vernachlässigten Museen, und diese hatten doch stets einen liebenswerten Charme an sich.

Wie dem auch sei: Ich fotografiere die schönsten Verfärbungen ab.

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